So sieht das Fotobuch aus, das ich von unserem diesjährigen Urlaub zusammen-gestellt habe. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis, die Bildqualität ist prima (das Graue am Rand ist ein Schatten, das Buch ist komplett weiß). Weil wir dieses Jahr tatsächlich mal über die Landesgrenzen hinaus gefahren sind, wollte ich gerne eine Routenübersicht einfügen. Bis ich eine einfache Möglichkeit  gefunden habe, die mir gefällt, hab ich einiges ausprobiert, deswegen will ich kurz zeigen, was ich schlussendlich gemacht habe:

Diese schöne Kartenansicht bekommt man über den Routenplaner von Falk – sieht doch wirklich viel besser aus als z.B. Google Maps. Ich habe die Farbe und die Nummern in den Pins entfernt, und mit Hilfe einer zweiten Ebene in Photoshop den Teil einfach freiradiert, den ich haben wollte. Et voilà! Für kurze Strecken-abschnitte eignet sich die Ansicht eines Routenplaners nicht unbedingt, weil man dann alle Autobahnsymbole angezeigt bekommt, was nicht besonders hübsch aussieht. Aber für eine grobe Übersicht funktioniert diese Variante sehr gut.

Andenken aus Italien: ein kleines, schlichtes Windlicht aus Alabaster. Man kann Volterra praktisch kaum verlassen, ohne etwas aus Alabaster zu kaufen, an jeder Ecke ist ein Laden mit mehr oder weniger kitschigen Souveniers (die meisten eher mehr… sogar kleine schiefe Türmchen gab es, weit weit weg von Pisa).

Es sind ein paar Eindrücke, die ich festhalten will. Manchmal die großen Sehenswürdigkeiten, manchmal die kleinen Dinge.

  • Frische Butter vom eigenen Hof und den besten Cappuccino, den ich bisher in meinem Leben getrunken habe, gab es in dem Gasthof, in dem wir kurz vor dem Gotthardpass übernachtet haben. Und eine 14 Jahre alte Katze, die sich in den Frühstücksraum gemogelt und sich neben uns gelegt hat.
  • Die Entdeckung, dass der alte Gotthardpass befahrbar ist. Durch den Tunnel wollten wir eh nicht, aber dass wir ganz alleine über die wunderbare gepflasterte Straße fahren können (lediglich ein paar wahnsinnigen tapferen Radfahrern und einem Motorrad sind wir begegnet), haben wir nicht zu hoffen gewagt.
  • Ein Murmeltier vorbeiflitzen sehen.
  • Bei der Ankunft Freundschaft mit dem Hund geschlossen und von der Tochter der Familie junge Kätzchen auf den Arm gedrückt bekommen.
  • Der Blick vom Torre Grossa über San Gimignano, zweimal Eis holen in der Gelateria di Piazza, weil es so überragend gut schmeckt (besonders lecker fand ich “Champelmo” aus Rosa Pampelmuse und Spumante) und man sich bei den zahlreichen ausgefallenen Sorten gar nicht entscheiden kann.
  • Monteriggioni als Ganzes. Uralt (Anfang 13. Jahrhundert) und winzig, ich kam mir vor, wie in einem Freilichtmuseum.
  • Auf dem Piazza del Campo in Siena sitzen, das bunte Treiben beobachten und den riesigen Torre del Mangia bestaunen (die Aussicht von oben ist natürlich auch nicht zu verachten).
  • Die Ruine der Abtei San Galgano, durch die wir fast ohne Begegnung mit anderen Touristen streifen und die etwas magisch-morbide Atmosphäre genießen konnten. Nicht zu vergessen die Katze, die sich uns ständig schnurrend zu Füßen warf, den Bauch erwartungsvoll nach oben.
  • Verbotenerweise Baden in der Höhle im Kalksteinfelsen, hellhäutig unter lauter Italienern. Die Heimfahrt ging nur bei offenem Fenster, A.’s Badehose riecht heute noch leicht nach Schwefel.
  • Selbstgemachten Kuchen von der Großmutter der Familie geschenkt bekommen.
  • Erstaunt feststellen, dass Volterra viel schöner ist, als ich es in Erinnerung hatte, wirklich eine kleine Perle.
  • Vom Regen in das nächstbeste Restaurant getrieben und eine köstliche Pizza mit mehr Belag, als ich bestellt und bezahlt habe, gegessen. Schmeckte tatsächlich ganz anders als jede Pizza, die ich zuvor in Deutschland bekommen habe.
  • Es war anstrengend bis an den Rand des Aufgebens, aber es hat sich wahrhaftig gelohnt: Wanderweg Nr. 195 von Colonnata nach Vergheto. Was für eine Aussicht auf die Marmorberge und das Meer in der Ferne! Unglaublich. Ich bin wirklich stolz darauf, dass wir das geschafft haben.
  • Bei Platzregen entgegen der Laufrichtung aller anderen Menschen unterm Schirm zusammengedrängt zum Strand rennen, um wenigsten einmal am Meer gewesen zu sein.
  • Atemberaubender Anblick der “Balze”, einer unfruchtbaren Hügellandschaft hinter Volterra, im Abendlicht bei stürmischem Himmel. So surreal, wie verzaubert oder gemalt.
  • Focaccia mit Tomate und Mozarella aus der Markthalle in Florenz – noch nie so ein gutes Brot gegessen.
  • Nicht warten müssen, um den Campanile der Kathedrale Santa Maria del Fiore zu erklimmen und über den Dächern von Florenz zu stehen, ganz im Gegensatz zu den Menschenmassen, die es in den Dom und auf die Kuppel drängt.
  • Ein kreischender Greifvogel auf dem Dach des Turms, beinahe zum Anfassen nah.
  • Trotz der ganzen Touristen: Es gibt kaum einen schöneren Blick über die Stadt, als vom Piazzale Michelangelo aus.
  • Den Mönchen in der Basilika San Miniato al Monte bei ihrem abendlichen Gesang zuhören und ein bisschen entrückt den Heimweg antreten.
  • Unstetes Wetter am letzten Tag, und so glücklicherweise Colle die Val d’Elsa entdeckt, die Stadt, die uns am nächsten lag und neben einer wunderschönen Altstadt einen gläsernen Aufzug zur modernen Unterstadt bietet. Freude über ein günstiges kleines Frühstück im Café.
  • Ausgiebiges Shopping im italienischen Supermarkt und abends zum Abschluss Schlemmen bis zum Umfallen.

Toskana-Fotos

13.06.2011

Leider lässt sich die Photobucket-Slideshow hier nicht direkt einbinden: *klick*. Da hab ich die Bilder auch mit einer Kurzbeschreibung versehen, bzw. zumindest drangeschrieben, wo es war.

Auf dem Weg Richtung Urlaub. Die ersten Berge sind bereits in Sicht.

Kleiner Fotostopp bei der Querung des alten Gotthardpasses.

Aussicht vom höchsten Turm auf die schöne Stadt San Gimignano und Umland

Die Mieze ist uns bei der Ruine von San Galgano hinterhergelaufen. Der aufdringliche kleine Bettler hat sich, sobald wir stehengeblieben sind, uns vor die Füße geworfen und angefangen zu schnurren. Wer könnte da widerstehen…

Die Kalksteinfelsen und Schwefelquellen von Bagni San Filippo. Hinter dem dunklen Fleck ziemlich mittig im Bild verbirgt sich ein lauschiges Sammelbecken für heißes Wasser, in dem wir uns ein Weilchen entspannt und das kleine Naturwunder genossen haben.

Fundamente aus der Etruskerzeit in Volterra

Wanderung durch die Marmorberge bei Colonnata auf der Suche nach dem verlassenen Dorf.

Rocca San Silvestro im Archäologischen Bergbaupark

Blick auf die Kathedrale Santa Maria del Fiore in Florenz

Zwei der Haustiere unserer Vermieter. Der Hund war ein Knüller: Kaum machte man Anstalten, sich mit ihm zu beschäftigen, legte er sich auf Seite oder Rücken, um sich ausgiebig streicheln zu lassen.

Rückreise, diesmal über den “normalen” Gotthardpass und nicht übers Kopfsteinpflaster.

Projekt 365 – 50

05.03.2011

Ein Blick in ein altes Fotoalbum. Ich war 1999 mit dem LK in der Toskana (oh Gott, was bin ich alt geworden…) und damals ganz überwältigt von den traumhaft schönen alten Städten. Seit Jahren schon will ich noch mal hin, und diesen Sommer schaffen wir es endlich. Gebucht haben wir noch nicht, uns aber schon eine Ferienwohnung ausgeguckt. Hach, was freu ich mich! Auf den Bildern ist übrigens San Gimignano zu sehen – die Stadt, die mich damals am meisten beeindruckt hat.

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