Gerade läuft auf VOX die Wiederholung von “Fast-Food oder Feinkost” und ich ärgere mich total… die Leute, die zum Kommentieren daneben gesetzt wurden, sind allesamt Sterneköche oder “Feinschmecker”, was sollen die schon zu Convenience Food sagen? Alles schlecht, alles ungesund, schmeckt überhaupt nicht. Da sitzt einer und behauptet, es sei erwiesen, dass eine selbstgemachte Pizza gesünder sei, als eine gekaufte aus dem Tiefkühlfach. Das hängt ja wohl immer von den Zutaten ab – ich kann mir auch zuhause eine Bombe aus Salami und Käse bauen, oder mir im Laden die vegetarische Variante mitnehmen. Auch Fischstäbchen seien ungesund und würden nach nichts außer Panade schmecken. Ah, ja. Gut, der Anteil an Panade ist bei so einem kleinen Teil sicher deutlich größer, als bei einem üblichen Fischfilet, trotzdem ist da an sich erstmal nichts ungesundes dran und ich persönlich kann den Fisch durchaus rausschmecken. Öl, Stärke, Paniermehl, Salz, Pfeffer. Huiuiui! Dass die Dinger vorfritiert sind, kann für die Köche nicht das Problem sein, auch in der gehobenen Gastronomie wird ab und an in Öl schwimmend ausgebacken. Hätte man nicht Leute fragen können, die sich wirklich auskennen? Wie wäre es mal mit einem Ernährungswissenschaftler oder Lebensmittelchemiker? So ist das Ganze absolut unausgewogen in der Darstellung und für meine Begriffe unseriös.

So, das wollte ich nur mal loswerden ;-).

Product Placement

30.11.2011

Ich schaue mir ganz gerne “Das perfekte Dinner” an, aber in letzter Zeit geht mir gehörig auf den Keks, dass nahezu in jeder Sendung die falsche Sahne mit dem lila Deckel benutzt wird. Zu Beginn habe ich mich noch gewundert, warum Leute, die eine enorme Stange Bares für ganz besonders feines Fleisch auf den Tisch legen, ihre Nudeln selbst durch die Walze drehen und das Gemüse auf dem Markt vom Händler ihres Vertrauen kaufen, statt Sahne dieses Mischfett-Produkt benutzen. Inzwischen ist die Verwendung aber so inflationär, dass das kein Zufall mehr sein kann. Wenn wir die Sendung zusammen sehen, machen wir uns ein Spiel daraus, wer die Flasche als erstes entdeckt. Und bis auf gestern, als die Veganerin mit Kochen an der Reihe war, sind wir in den vergangen Tagen und Wochen immer fündig geworden. Ich kann gar nicht genau sagen, warum mich das so stört. Weil es indirekt als “Sahne” verkauft wird und den Zuschauer irre führt? Weil es so plump gemacht ist? Weil ich mich irgendwie von der Kochsendung betrogen fühle, wenn die Werbung jetzt schon während der eigentlichen Sendung stattfindet?

Bei Foodwatch ist das Produkt übrigens mal negativ aufgefallen, wen es interessiert: *klick*. Kaufen soll das meinetwegen übrigens, wer will – ich find’s eher überflüssig.

Ich hab mir heute Sterben für Anfänger angeschaut. Lief gestern abend im Fernsehen, ich hab’s spontan aufgenommen, nachdem ich beim Zappen den Anfang erwischt habe und vielversprechend fand. Die Handlung ist zwar etwas zu leicht vorhersehbar, aber ich hatte durchaus meinen Spaß. Auf dem Bild sieht man übrigens den nackten Alan Tudyk auf dem Dach sitzen. Neben dieser bietet der Film noch etliche schön-schräge Szenen, viele davon very british.

Trailer:

Filmtipps

16.06.2011

In aller Kürze:

  • 2 Tage Paris, heute um 20.15 Uhr auf Arte
  • Brügge sehen… und sterben?, nächste Woche Donnerstag auf ARD

Gerade habe ich zufällig in dem Bericht auf arte.tv gelesen, dass es dieses Jahr eine Fortsetzung von “2 Tage Paris” geben soll. Wie wunderbar! Ich fand Julie Delpy damals schon in “Bevore Sunrise” toll und muss immer an den Film denken, wenn ich “2 Tage Paris” sehe, obwohl die Filme sehr unterschiedlich sind.

Wir haben uns vorhin eine ältere Folge “Castle” angesehen, und da hab ich mich gefragt, ob die Serienmacher für die Pokerrunde unter Schriftsteller-Kollegen nicht zufällig echte Schriftsteller genommen haben (besonders, als der Name “Patterson” fiel). Und yepp, ich hatte Recht: Castle saß tatsächlich mit James Patterson, Michael Connelly und Stephen J. Cannell am Tisch. Großartig. Letzterer sagte mir zwar nichts, ist aber Wikipedia zufolge ein recht fleißiger Drehbuch-Autor gewesen. Zufällig hab ich dabei auch entdeckt, dass in einer späteren Folge Dennis Lehane einen Gastauftritt hat. Das find’ ich ja mal richtig toll. “Mystic River” und “Shutter Island” würde ich ohne Zögern zu meinen Lieblingsbüchern zählen (die Verfilmungen waren übrigens auch nicht schlecht).

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