Mitbringsel
27.05.2012
Meine Mutter hat einen zum Muttertag bekommen, gestern habe ich einen als Bei-Geschenk zum Geburtstag mitgenommen: Kuchen im Glas. Ich bin irgendwann im Internet über die Idee gestolpert, weiß gar nicht mehr, wo ich das zuerst gesehen habe, und find’s total nett als kleine Aufmerksamkeit.
Beim ersten Backversuch ist mir der Teig etwas zu weit über den Rand gestiegen, beim zweiten Versuch habe ich sicherheitshalber nur knapp die Hälfte des Glases befüllt. Es handelt sich hier übrigens um Eierlikör-Schoko-Kuchen nach diesem Rezept: *klick* (sehr saftig und lecker, fällt nur leider nach dem Backen ein kleines bisschen zusammen). Verschließt man das Glas fest, sobald der Kuchen aus dem Ofen kommt, entsteht beim Abkühlen ein Vakuum, dass den Kuchen einige Monate wie frisch gebacken bleiben lässt. Ob’s geklappt hat, sieht man bei Twist-Off-Deckeln sehr gut, da sie sich im Vergleich merklich nach innen wölben. Sturzgläser mit geradem Rand eignen sich für Glaskuchen am besten, bei einer schmaleren Öffnung muss man den Kuchen vorher schneiden oder ihn notfalls einfach rauslöffeln.
Die Banderole habe ich aus Geschenkpapier ausgeschnitten, das Schildchen mit Photoshop gestaltet und mit Teppichklebeband angebracht – alles ganz simpel, aber hübsch im Ergebnis :-). Papierchen drüber, um den nicht ganz so schönen Deckel mit Obst-Dekor zu verhüllen, Schleife drum, fertig!
Schwierig
13.05.2012
Es ist nicht leicht, ein “rundes” Anschreiben zusammenzuklöppeln, wenn man noch nichts in dem Bereich vorzuweisen hat, aber aus jeder der nicht zusammenpassenden vorherigen Ausbildungen und Tätigkeiten Argumente für sich herausschälen kann (zumindest mit ein bisschen Fantasie *hust*). Ich muss irgendwie verhindern, dass das nach einer wahllosen Aneinanderreihung aussieht. :-/
Wie man’s auch macht…
04.05.2012
… irgendwie ist alles doof. Erst hab’ ich mich über jemanden bzw. eine Situation geärgert, mich erklärt und zaghaft beschwert (und durch meine Argumentation wahrscheinlich Mitleid ausgelöst) und wenn man es mir dann recht macht und sich entschuldigt, bin ich auch nicht zufrieden, sondern fühle mich erst richtig schlecht *seufz*. Sowas Bescheuertes. Ich reg’ mich lieber auf, als dass sich andere Leute nach mir richten, das kann ich wirklich nicht gut aushalten. Überhaupt fällt es mir immer schwer, etwas von anderen anzunehmen – sogar wenn es einfach nur Zustimmung nach erfolgreicher Überzeugungsarbeit ist. Außerdem habe ich etwas Angst, dass ich jemanden vor den Kopf gestoßen habe. Und ich schäme mich ein wenig, dass ich so über eine Person geschimpft habe (nur zuhause und in Gedanken), die jetzt unglaublich lieb zurückgerudert ist. Blöd, dass A. gerade nicht da ist und ich nicht besprechen und mich vergewissern kann, dass alles so in Ordnung ist und ich nicht übertrieben habe. Und blöd, dass ich das nötig habe *seufz*. Wenn ich mir aber durchlese, was ich gemailt habe (ich hab’ bestimmt ‘ne halbe Stunde an der richtigen Formulierung gefeilt, damit es freundlich und nicht zickig klingt, obwohl ich in Wirklichkeit ordentlich angenervt war), finde ich das treffend, alles nett und nachvollziehbar. Wichtig, weil wir morgen in der Gruppe was unternehmen und ich absolut nicht wegen Kleinigkeiten, die nur mich stören, für schlechte Stimmung sorgen wollte. Und trotzdem fühle ich mich mit der Geschichte unwohl, als hätte ich was falsch gemacht.
Persönliche Qualen
04.05.2012
Hmpf. Es hilft nix, ich muss Bewerbungen schreiben, der Job ist einfach nichts auf Dauer für mich, unmöglich. Aber ich hasse hasse hasse es! Ich glaube, für die letzte habe ich mich insgesamt eine ganze Woche gequält und nach gefühlt endlosem Krampf dann tatsächlich etwas herausbekommen, was sich für meinen Geschmack ganz gut las. Genutzt hat’s nur leider nichts, denn außer einer vertröstenden Eingangsbestätigung (immerhin!) ist keine Rückmeldung gekommen. Das Problem (oder eines der zahlreichen Probleme) ist: Entweder höre ich gar nichts bzw. erhalte eine Absage und aller Aufwand war quasi umsonst, oder ich muss mich schreckstarrend auf die nächste Hürde aka Vorstellungsgespräch vorbereiten, was ungleich unangenehmer ist, als das Verfassen des Anschreibens. In welch positivem Licht leuchtet da plötzlich der kleine Spatz in meiner Hand… unbefristeter Vertrag, Tarif mit regelmäßigen Erhöhungen und recht gutem Stundenlohn, die Sicherheit eines großen Unternehmens… Dazu kommt, dass ich so lange Zeit nach meinem Abschluss gar nicht so recht weiß, welche Stellen für mich passen, denn im Vergleich zu frischen Absolventen bin ich fett im Nachteil. Irgendwie habe ich trotzdem ein paar Jobs rausgefischt, dir mir machbar erscheinen und bei denen ich meine, mich auch vernünftig für die Bewerbung “rechtfertigen” zu können. Jaja, ich weiß… der Bewerber ist kein Bittsteller, sondern unterbreitet ein Angebot seiner wertvollen Arbeitskraft… Blöd nur, wenn man das unauslöschbare Gefühl hat, außer Lernbereitschaft, schneller Auffassungsgabe und supidupi 10-Finger-System rein praktisch leider nicht wirklich viel bieten zu können *seufz*.
Mehr positive Gedanken
29.04.2012
Ich habe früher schon einmal versucht, regelmäßig stichpunktartig Schönes aufzuschreiben. Als kleine Krücke für mich, besonders, wenn gerade wieder alles trübe aussieht. Das hat mir ganz gut getan und manchmal tatsächlich geholfen, stärker das Positive in den Fokus zu nehmen. Also gibt es jetzt eine neue Kategorie für die kleinen persönlichen Glücksmomente im Alltag, die man so schnell wieder vergisst und den Vorsatz, wenigstens jedes Wochenende kurz innezuhalten und zu überlegen, was in der vergangenen Woche alles gut war.
Kleiner Aufreger am Morgen
29.04.2012
Gerade läuft auf VOX die Wiederholung von “Fast-Food oder Feinkost” und ich ärgere mich total… die Leute, die zum Kommentieren daneben gesetzt wurden, sind allesamt Sterneköche oder “Feinschmecker”, was sollen die schon zu Convenience Food sagen? Alles schlecht, alles ungesund, schmeckt überhaupt nicht. Da sitzt einer und behauptet, es sei erwiesen, dass eine selbstgemachte Pizza gesünder sei, als eine gekaufte aus dem Tiefkühlfach. Das hängt ja wohl immer von den Zutaten ab – ich kann mir auch zuhause eine Bombe aus Salami und Käse bauen, oder mir im Laden die vegetarische Variante mitnehmen. Auch Fischstäbchen seien ungesund und würden nach nichts außer Panade schmecken. Ah, ja. Gut, der Anteil an Panade ist bei so einem kleinen Teil sicher deutlich größer, als bei einem üblichen Fischfilet, trotzdem ist da an sich erstmal nichts ungesundes dran und ich persönlich kann den Fisch durchaus rausschmecken. Öl, Stärke, Paniermehl, Salz, Pfeffer. Huiuiui! Dass die Dinger vorfritiert sind, kann für die Köche nicht das Problem sein, auch in der gehobenen Gastronomie wird ab und an in Öl schwimmend ausgebacken. Hätte man nicht Leute fragen können, die sich wirklich auskennen? Wie wäre es mal mit einem Ernährungswissenschaftler oder Lebensmittelchemiker? So ist das Ganze absolut unausgewogen in der Darstellung und für meine Begriffe unseriös.
So, das wollte ich nur mal loswerden ;-).
Wahl-O-Mat
28.04.2012
In knapp zwei Wochen sind Wahlen und wieder hilft uns die Bundeszentrale für politische Bildung bei der Entscheidungsfindung. Besonders schön finde ich die Auswertung am Ende, bei denen die Standpunkte der ausgewählten Parteien auf einen Blick miteinander verglichen werden können, heruntergebrochen auf ein grünes Häkchen (Zustimmung) oder ein rotes Kreuz (Ablehnung) mit der Möglichkeit, sich die einzelnen Statements per Klick noch genauer anzuschauen.
Sunshine in my head
26.04.2012
Meine kleinen Glücksmomente des Tages: frische Erdbeeren und hübscher neuer Lidschatten, um den ich aufgrund mangelnden Bedarfs aber starken Haben-Will-Gefühls ‘ne Woche herumgeschlichen bin. Bei Rossmann sind einige Mono-Lidschatten von MaxFactor um die Hälfte reduziert, nach dem Testen wanderten “Soft Lilac” (ein zartes, dezentes Rosé) und “Magic Nights” (Schwarz mit blauen Schimmerpartikeln) in meine Tasche :-).
Fail
15.04.2012
Ich brauche neue Badelatschen und habe mir spontan bei Kaufhof (aufgrund einer Aktion noch bis morgen versandkostenfrei + Payback-Rabatt) zwei zur Auswahl bestellt. Öhm, ja. Ich habe beide Schuhe in Größe 9 bestellt, weil ich mir für den einen die passende Größe schon mal woanders rausgesucht hatte, und folgendes bekommen:

Da brauche ich wohl nicht zu erwähnen, dass mir die linken zwei Zentimeter überstanden, oder? Die rechts hätten gepasst, waren mir aber nicht bequem genug. Ich würde Kaufhof dringend empfehlen, das verwendete Größensystem dazuzuschreiben oder direkt die europäische Größe zu nehmen. Nur mit diesen Ziffern ist das Bestellen echt ein Schuss ins Blaue. Mir war vorher gar nicht klar, dass zwischen UK 9 und US 9 (Damenmaßstab, da gibt’s auch noch zwei Systeme, wie ich jetzt gelernt habe) so ein großer Unterschied besteht. Glücklicherweise ist der Rückversand kostenlos…



