Therme mit Schwimmbad-Flair

08.04.2011

Letztes Wochenende haben wir mit unserem Gutscheinbuch die Niederrhein-Therme getestet. Das Wetter sollte nicht so doll werden, und da schien uns die Anlage mit eher kleinem Außenbereich ganz passend. Laut Buch bietet die Therme insgesamt 15 Saunen, wobei die jeweils zwei separaten Damen- und Herrensaunen sowie die Familiensauna für uns rausfielen. Trotzdem noch eine ansehnliche Auswahl für regulär 17 € Tagespreis (mit Gutschein haben wir jeder 7 € gespart).

Nach den teilweise schlechten Kritiken, die ich im Internet über die Therme gelesen habe (von Bademanteldiebstahl war da die Rede), war ich insgesamt doch positiv vom Saunabereich überrascht. In den Sole-Becken (voller junger Pärchen) haben wir uns nicht lange aufgehalten – wir sind ja hauptsächlich der Saunen wegen gekommen. An dieser Stelle offenbarte sich ein Problem: Es gibt nur Schließfächer, Umkleiden und Warmwasser-Duschen im Textil-Bereich. Man kann zwar seinen Bikini an einen der vielen Haken im Sauna-Bereich hängen und die Tasche in den offenen Fächern parken, aber da hier offenbar schonmal was wegkommt, kam das für mich nicht in Frage. Und nackt neben “angezogenen” Schwimmbad-Besuchern duschen wollte ich auch nicht. Sehr unpraktisch. [EDIT: Bei unserem zweiten Besuch haben wir den noch relativ neuen Saune-Umkleidebereich entdeckt, etwas versteckt ebenso mehrere Duschen mit warmem Wasser. Für den Schwimmbad-Bereich gilt Folgendes jedoch weiterhin:] Ich hab auch nicht verstanden, wie man für so eine große Anlage nur sechs warme Duschen einrichten kann. Naja. Weiterer Kritikpunkt: Viele defekte Schränke. Wir haben beide erst unseren ganzen Krempel in einen Schrank gestopft, der sich nicht abschließen ließ.

Die Saunen und Aufgüsse waren hingegen wirklich tadellos. Vier Aufgüsse haben wir mitgemacht, bei einem davon durften wir uns mit Honig einreiben, bei einem anderen wurden wir mit Blütendurft, Fächerwedeln und sanfter Musik verwöhnt. Das Dampfbad haben wir nach einer kurzen Stippvisite links liegen lassen – ein weiß gekachelter, medizinisch wirkender Raum, in dem es nur einen einzigen langen Schlauch zum Abspritzen der Sitzgelegenheiten auf zwei Etagen gab. Als letztes hab ich mich noch kurz testweise in die 100°C-Sauna gelegt, um zu gucken, ob ich das vertrage. Ich kam mir vor, wie im Backofen. Ist auszuhalten, aber nicht zu lange – auf exponierten Stellen hatte ich hinterher rote Flecken von der Hitze.

Optisch war der gesamte Innenbereich kein Highlight: weiße Kacheln, knallgelbe Fensterrahmen, ein paar Palmen in Blumentöpfen. Kann man aber drüber hinwegsehen, da hat mich die Sache mit den Schließfächern, Duschen und Umkleiden mehr gestört. Insgesamt haben wir in der Niederrhein-Therme einen schönen, entspannten Tag verbracht. Ob wir nochmal hinfahren, ist allerdings fraglich – erstens haben wir noch viele Gutscheine für andere Saunen zum Testen, und zweitens gibt es im Umkreis (dann allerdings für ein paar Euro mehr) wesentlich attraktivere Anlagen.

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